Etwa 190 Bäume auf gut 3 ha – Apfel, Birne, Zwetsche, Mirabelle. Robust, wenig pflegebedürftig, in der Landschaft verstreut. Kein Erwerbsobstanbau, sondern landschaftsgestaltender Zuerwerb.
Hochstämmige, robuste und wenig pflegebedürftige Obstbäume, die auf einer Wiese „verstreut" sind.
Diese Art des Obstanbaus war früher gerade am Ortsrand recht häufig und bildete einen blühenden und fruchtenden Obstbaumgürtel um das Dorf. Die Wiesen wurden gleichzeitig als Weide für Klein- und Jungvieh genutzt – in Hofnähe.
Bei uns auf dem Arpshof ist Obstbau kein Erwerbsobstanbau, sondern ein landschaftsgestaltender Zuerwerb – und ein Stück Kulturgut, das wir bewahren wollen.
Mehr als nur Obst
Keine engen Obstspaliere. Hochstammobstwiesen, die gleichzeitig vieles können. Schafweide, Hühnerauslauf, Naherholung. Raum für Wochenend-Camping bis zum Pfadfinderlager.
Unter den Bäumen halten Schafe das Gras kurz – ohne Mahd, ohne Maschine.
Geschützt und beschattet zwischen den Stämmen — eine Etage darüber: Vögel und Insekten.
Spaziergang, Picknick, Blütenfest. Die Wiese steht offen für alle.
Vom Wochenend-Camping bis zum Pfadfinderlager – Platz für ein paar Zelte und ein Lagerfeuer.
In Deutschland gab es früher weit über 1000 verschiedene Apfelsorten – jeder Ort seine eigenen, bewährten. Diese genetische Vielfalt gilt es zu erhalten, gerade weil der Obstbau ein wichtiges Kulturgut ist.
Wir wollen damit ein Gegengewicht schaffen zur modernen „Apfelplantage", die nur ganz wenige Marktsorten auf niedrigwachsenden Krüppelbäumen erzeugt – mit hohem technischen und chemischen Aufwand.
Wer einmal einen alten Apfelbaum in seiner Urgestalt gesehen und genossen hat, weiß dies wohl zu schätzen.
Durch den Kontakt zum norddeutschen Apfelpapst Eckart Brand konnten wir viele von ihm gesammelte Sorten aufpflanzen. Darunter alte regionale Größen aus dem Alten Land, der Lüneburger Heide und den Vierlanden.
… und noch ~ 43 weitere Sorten
Ja, es gibt sie. Eine eigene Sorte – durch Vermehrung über Reiser des letzten alten Apfelriesen aus dem alten Gemüsegarten des Hofes erhalten.
Ein Baum, der sonst längst verschwunden wäre. Heute trägt er weiter – mit anderen Wurzeln, an einer anderen Stelle, unter unserem Namen.
Die Saison beginnt mit dem Klarapfel Anfang Juli und endet mit dem Ontario und dem Glockenapfel, die beide auch bis Weihnachten am Baum hängen können.
In guten Jahren wie 2015 und 2016 ernten wir bis zu 15 t Äpfel. Davon gehen 10–12 t in eine kleine Slowfood-Mosterei. Von dort bekommen wir den Saft unserer Äpfel zurück – schonend verarbeitet, in der Sortenkomposition, die wir vorgegeben haben.
Zu Demonstrationszwecken mosten wir auch kleine Mengen direkt auf dem Hof – für Besuchergruppen, mit alter Handpresse.
Schaut doch mal vorbei. Zwei Termine, zu denen die Wiese besonders einladend ist:
Wenn die alten Hochstämme in voller Blüte stehen – der schönste Moment des Jahres auf der Wiese.
Wer einmal bei einer großen Mostobstsammelaktion mitmachen will, darf sich gerne melden.




