← Übersicht
Apfelblüte und alte Hochstammbäume in der Frühlingssonne
Obstbau · Streuobstwiese

Hochstämme
auf der Wiese.

Etwa 190 Bäume auf gut 3 ha – Apfel, Birne, Zwetsche, Mirabelle. Robust, wenig pflegebedürftig, in der Land­schaft verstreut. Kein Erwerbs­obstanbau, sondern landschafts­­gestaltender Zuerwerb.

Streuobstwiese

Ein blühender und
fruchtender Gürtel.

Hochstämmige, robuste und wenig pflegebedürftige Obst­bäume, die auf einer Wiese „verstreut" sind.

Diese Art des Obstanbaus war früher gerade am Ortsrand recht häufig und bildete einen blühenden und fruchtenden Obstbaumgürtel um das Dorf. Die Wiesen wurden gleichzeitig als Weide für Klein- und Jungvieh genutzt – in Hofnähe.

Bei uns auf dem Arpshof ist Obstbau kein Erwerbs­obst­anbau, sondern ein landschafts­gestaltender Zuerwerb – und ein Stück Kulturgut, das wir bewahren wollen.

3 haObstwiesen­fläche
~ 190Hochstamm­bäume
55Apfel­sorten
seit 2004Wiese am Sport­platz
15 tErnte in guten Jahren
10–12 tfür die Mosterei
Alter Apfelbaum in voller Blüte auf der Wiese Mehr als nur Obst

Eines der vielfältigsten
Biotope, die man sich
vorstellen kann.

Keine engen Obstspaliere. Hochstamm­obstwiesen, die gleichzeitig vieles können. Schaf­weide, Hühner­auslauf, Naher­holung. Raum für Wochenend-Camping bis zum Pfadfinder­lager.

  • Schafweide.

    Unter den Bäumen halten Schafe das Gras kurz – ohne Mahd, ohne Maschine.

  • Hühner­auslauf.

    Geschützt und beschattet zwischen den Stämmen — eine Etage darüber: Vögel und Insekten.

  • Naherholung.

    Spaziergang, Picknick, Blütenfest. Die Wiese steht offen für alle.

  • Camping & Lager.

    Vom Wochenend-Camping bis zum Pfadfinder­lager – Platz für ein paar Zelte und ein Lagerfeuer.

Unser Anliegen

Ein Gegengewicht zur
Apfelplantage.

In Deutschland gab es früher weit über 1000 verschiedene Apfelsorten – jeder Ort seine eigenen, bewährten. Diese genetische Vielfalt gilt es zu erhalten, gerade weil der Obstbau ein wichtiges Kulturgut ist.

Wir wollen damit ein Gegengewicht schaffen zur modernen „Apfelplantage", die nur ganz wenige Marktsorten auf niedrigwachsenden Krüppel­bäumen erzeugt – mit hohem technischen und chemischen Aufwand.

Streuobstwiese
  • Hochstamm­bäume
  • Über 1000 Sorten möglich
  • Biotop, Weide, Erholung
  • Wenig Eingriffe
  • Sortenvielfalt
Apfelplantage
  • Krüppel­bäume
  • Wenige Marktsorten
  • Mono­kultur
  • Technik & Chemie
  • Erwerbs­logik

Wer einmal einen alten Apfelbaum in seiner Urgestalt gesehen und genossen hat, weiß dies wohl zu schätzen.

Sortenvielfalt

55 Apfelsorten –
und lokale Größen.

Durch den Kontakt zum norddeutschen Apfel­papst Eckart Brand konnten wir viele von ihm gesammelte Sorten aufpflanzen. Darunter alte regionale Größen aus dem Alten Land, der Lüneburger Heide und den Vier­landen.

  • Horneburger PfannkuchenLokale Größe
  • Finkenwerder HerbstprinzLokale Größe
  • Hanstedter HimbeerapfelLokale Größe
  • Wohlschmecker von VierlandenLokale Größe
  • Ruhm von KirchwerderLokale Größe
  • Dibberser PfannkuchenWenzendorf
  • Kleiner Roter aus TostedtHeideapfel
  • Karwecks PrinzNorddeutsch
  • Bardowicker Sommer­bergamotteBirne · alt
  • Jakob LebelKlassiker
  • Meyers WilderWirtschafts­apfel
  • Balduin · Brautapfel · Goldbirne… u. v. a.

… und noch ~ 43 weitere Sorten

Eine eigene Sorte
A

Die Arpshof Renette.

Ja, es gibt sie. Eine eigene Sorte – durch Vermehrung über Reiser des letzten alten Apfel­riesen aus dem alten Gemüse­garten des Hofes erhalten.

Ein Baum, der sonst längst verschwunden wäre. Heute trägt er weiter – mit anderen Wurzeln, an einer anderen Stelle, unter unserem Namen.

Saison

Von Anfang Juli bis
Weihnachten.

Die Saison beginnt mit dem Klarapfel Anfang Juli und endet mit dem Ontario und dem Glockenapfel, die beide auch bis Weihnachten am Baum hängen können.

  • Anfang Mai Obstblüte Höhepunkt der Wiese – Besuch sehr empfohlen.
  • Anfang Juli Klarapfel Eröffnet die Saison – frühe, weiche Sommer­äpfel.
  • Aug – Sep Sommer- & Herbst­sorten Pfannkuchen, Himbeerapfel, Herbstprinz & Co.
  • Mitte–Ende Okt Mostobst­sammelaktion Große Ernte für die Saftproduktion.
  • Bis Dezember Ontario & Glockenapfel Hängen bis Weihnachten am Baum.
Apfelsaft-Flaschen mit Arpshof-Etikett in einer Holzkiste
Apfelsaft

In der kleinen Slowfood-
Mosterei verarbeitet.

In guten Jahren wie 2015 und 2016 ernten wir bis zu 15 t Äpfel. Davon gehen 10–12 t in eine kleine Slowfood-Mosterei. Von dort bekommen wir den Saft unserer Äpfel zurück – schonend verarbeitet, in der Sortenkomposition, die wir vorgegeben haben.

15 tErnte (2015 & 2016)
10–12 tfür Saft­produktion
~ 70 %Apfel­saft­quote
SlowfoodHand­werks­mosterei

Zu Demonstrations­zwecken mosten wir auch kleine Mengen direkt auf dem Hof – für Besuchergruppen, mit alter Hand­presse.

Mitmachen

Neugierig geworden?

Schaut doch mal vorbei. Zwei Termine, zu denen die Wiese besonders einladend ist:

  • Anfang Mai

    Zur Obstblüte.

    Wenn die alten Hochstämme in voller Blüte stehen – der schönste Moment des Jahres auf der Wiese.

  • Mitte – Ende Oktober

    Mostobst­sammel­aktion.

    Wer einmal bei einer großen Mostobst­sammel­aktion mitmachen will, darf sich gerne melden.

Kontakt

Wer einmal mitmachen
will, meldet sich.

Uli · Obstbau Arpshof

Adresse
Am Schulberg 6
21279 Wenzendorf

Standorte der Wiesen

Hofnah
2 Flächen am Hof – vor 22 bzw. 12 Jahren angepflanzt
Pachtland
Dollern – teils über 60 Jahre alte Bäume
Sportplatz
Wenzendorf – Wiese seit 2004
Feldmark
Obstbaum­reihen entlang der Felder

Vermehrung & Sorten­netzwerk

Mentor
Eckart Brand – „norddeutscher Apfelpapst"
Eigene Sorte
Arpshof Renette – aus dem alten Hof­garten erhalten
Schwerpunkt
Fast 90 % Äpfel, dazu Birnen, Zwetschen, Mirabellen